Offene Rechnung von Klarna Inc. 45796365 von Klarna Rechnung ([email protected]) oder Klarna Billpay GmbH Rechnung für Max Mustermann Nr. 70846066 von Klarna Bank AB ([email protected]) verbreiten einen Online-Banking-Trojaner!

Am Montag, den 12. März 2018 wurde durch unbekannte Dritte die folgende betrügerische E-Mail in deutscher Sprache versendet. Öffnen Sie nicht die Anlage! Das .zip-Archiv enthält ein Programm, welches Trojanische Pferde nach lädt, die im Online-Banking unter dem Vorwand einer Fehlgutschrift des Finanzamtes Geld klauen wollen!

Betreff: Offene Rechnung von Klarna Inc. 45796365
Absender: Klarna Rechnung ([email protected])

Sehr geehrte(r) Max Mustermann,

bitte überweisen Sie den fälligen Betrag unter Angaben der Rechnungsnummer so rechtzeitig, dass dieser spätestens zum 19.03.2018 auf unserem Bankkonto eingeht.
Sie auch zur Zahlung der Zinskosten in Höhe von 7,78 Euro verpflichtet (§§286, 288 BGB). Berücksichtigt wurden alle Buchungen bis zum 03.03.2018.

Sollten Sie die oben genannte Frist nicht einhalten, sehen wir uns leider gezwungen die Betreibung gegen Sie einzuleiten sowie auch eine Anzeige gegen Bestellbetrug zu erstatten.

Die detaillierte Kostenaufstellung ID 457963656, der Sie alle Einzelpositionen entnehmen können, ist beigelegt.

Mit besten Grüßen

Klarna Bank Samuel Springinklee

Achtung: Es handelt sich um eine gefälschte Nachricht! Die Nachricht stammt nicht von Klarna! Klicken Sie daher nicht auf die Anlage zur E-Mail! In der Anlage ist eine bösartige Software enthalten! 

Neben der o. g. E-Mail gibt es auch das folgende Beispiel:

Betreff: Klarna Billpay GmbH Rechnung für Max Mustermann Nr. 70846066
Absender: Klarna Bank AB ([email protected])

Sehr geehrte(r) Max Mustermann,

überweisen Sie den fälligen Betrag unter Angaben der Rechnungsnummer so rechtzeitig, dass dieser spätestens zum 16.03.2018 auf unserem Bankkonto eingeht.
Sie auch zur Zahlung der Zinskosten in Höhe von 4,58 Euro verpflichtet. Berücksichtigt wurden alle Buchungseingänge bis zum 07.03.2018.

Sollten Sie die oben erwähnte Frist nicht einhalten, sehen wir uns leider gezwungen die Betreibung gegen Sie einzuleiten sowie auch eine Anzeige gegen Bestellbetrug zu erstatten.

Die vollständige Forderungsausstellung Nr. 708460667, der Sie alle Positionen entnehmen können, ist beigefügt.

Mit freundlichen Grüßen

Klarna Bank Oliver Albrecht

Achtung: Es handelt sich um eine gefälschte Nachricht! Die Nachricht stammt nicht von Klarna! Klicken Sie daher nicht auf die Anlage zur E-Mail! In der Anlage ist eine bösartige Software enthalten! 

Der betrügerischen E-Mail ist eine Anlage „Max Mustermann Klarna 12.03.2018.zip“ beigefügt. Führen Sie die Datei nicht aus! Darin enthalten ist zunächst ein weiteres ZIP-Archiv „Max Mustermann Klarna 12.03.2018.zip“, welches eine ausführbare Datei „Max Mustermann 12.03.2018 Klarna.com“ enthält.

 

Weitere Hinweise finden Sie in der Warnung „Sperrung Ihres Telekom Vertrags ab dem 30.12.2017 von Telekom GmbH ([email protected]) bringt einen Online-Banking-Trojaner (angebliche Fehlgutschrift des Finanzamtes mit der Bitte um Rücküberweisung)!“ vom 18.12.2017.

Kommentar(e)

2 Kommentare

  • Genau so ein Schreiben habe ich
    auch erhalten. Und leider habe ich
    den Anhang öffnen wollen, was mir
    nicht gelungen ist. Um den Sachverhalt zu klären, weil ich sicher
    war, dass keine Rechnung offen war, habe ich eine e-mail an den Absender
    geschickt, die allerdings als unzustell-
    bar zurückgekommen ist… Ich dachte, mir passiert so etwas nicht.

    • Sebastian Brück

      Oftmals sind es leider Zufälle, wegen denen man auf betrügerische E-Mails herein fällt. Die unbekannten Absender verwenden so Namen wie Amazon, eBay, PayPal, zuletzt die Telekom und aktuell Klarna, weil dort viele von uns Kunde sind. Der ein oder andere hat vielleicht wirklich gerade etwas bei oder über dieses Unternehmen bestellt / bezahlt und ist daher dazu verleitet, wirklich die E-Mail zu öffnen / den Link anzuklicken oder die Anlage zu öffnen.

      Sollte der Computer dann infiziert sein, machen die meisten den Fehler und glauben an das Ergebnis des Virenscanners. Wenn ein Windows-Computer verseucht ist, haben die wenigsten Virenscanner noch eine Chance, die bösartige Software zu finden oder zu löschen. Selbst, wenn der Virenscanner den Trojaner gefunden hat, wird er ihn in diesem Fall kaum löschen können. In der Regel werden vier bösartige Dateien nachgeladen / gleichzeitig ausgeführt, die sich gegenseitig schützen. Wenn der Virenscanner eine davon löscht, wird sie sofort wieder neu gespeichert (die bösartige Software befindet sich ja bereits im Arbeitsspeicher). Ich kann bei einer Infektion nur empfehlen, den Windows-Computer zu formatieren (ggf. zuvor eine Datensicherung erstellen, falls nicht vorhanden, diese aber wegen der Infektion nicht einfach so zurückspielen) und neu mit einem Betriebssystem zu bespielen. Außerdem spätestens danach (oder von einem anderen Gerät wie z. B. Smartphone oder Tablet aus) alle Passwörter ändern, die auf dem PC gespeichert waren oder die man während der Infektion über die PC-Tastatur eingegeben hat.

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